Gewerkschaft der Polizei

Dass Arbeitnehmer (und so irgendwie gehören ja Beamte auch dazu)
Rechte haben, hat sich rumgesprochen. Dass diese Rechte in Gesetzen
verankert sind, ist im Interesse der Rechtssicherheit geboten. Wenn
aber Gewerkschaften nicht permanenten Druck ausüben, sinkt
unweigerlich Stück für Stück der Grad der
Beschäftigtenfreundlichkeit dieser Normen. Leider sehen
zunehmend weniger Beschäftigte den Gedanken eines starken
Interessenverbandes als ausreichend an, um einer solchen Organisation
"Geld in den Rachen zu werfen". Meist wird erst, wenn es zu
spät ist, die Gewerkschaft bemüht. Nicht zuletzt kann aber
kein Buchstabe des Gesetzes den Geist desselben ersetzen. So ist es
Aufgabe der "kleinen" Gewerkschaftsgliederungen, dafür
zu sorgen, dass die Idee des Gesetzes nicht zwischen dem
"kann" und dem "soll" des Textes und der
Willkür mancher Chefs untergeht.
Gewerkschaften müssen sich aber auch
modernisieren. Lohn- und Gehaltsforderungen allein reichen nicht. Mein
Schwerpunkt ist der Umgang mit den Beschäftigten. Dort klafft ein
tiefes Loch zwischen dem Anspruch an modernes, teamorientiertes und
rechtsstaatliches Führen und der Realität des Unterschiedes
zwischen "Rechthaben" und "Rechtkriegen". Seit
25. November 2002 bin ich stellvertretender Landesvorsitzender
der
Gewerkschaft
der Polizei Sachsen, Mitglied im geschäftsführenden
Landevorstand und in der Gesellschafterversammlung des
Polizeisozialwerkes. Für meine Tätigkeit als
stellvertretender Landesvorsitzender erhalte ich eine monatliche
Aufwandsentschädigung von 163,00 Euro - man soll ja transparent
sein als Funktionär. *zwinker*
"Wenn ein Mann nicht bereit ist, für seine
Überzeugung Risiken einzugehen, dann taugen entweder seine
Überzeugungen oder er selbst nichts."
Ezra Pand, am. Schriftsteller 1885-1972