Gewerkschaft der Polizei

GdP- Logo Mit Ex-Innenminister Heinz Eggert vor dem Landtag Dass Arbeitnehmer (und so irgendwie gehören ja Beamte auch dazu) Rechte haben, hat sich rumgesprochen. Dass diese Rechte in Gesetzen verankert sind, ist im Interesse der Rechtssicherheit geboten. Wenn aber Gewerkschaften nicht permanenten Druck ausüben, sinkt unweigerlich Stück für Stück der Grad der Beschäftigtenfreundlichkeit dieser Normen. Leider sehen zunehmend weniger Beschäftigte den Gedanken eines starken Interessenverbandes als ausreichend an, um einer solchen Organisation "Geld in den Rachen zu werfen". Meist wird erst, wenn es zu spät ist, die Gewerkschaft bemüht. Nicht zuletzt kann aber kein Buchstabe des Gesetzes den Geist desselben ersetzen. So ist es Aufgabe der "kleinen" Gewerkschaftsgliederungen, dafür zu sorgen, dass die Idee des Gesetzes nicht zwischen dem "kann" und dem "soll" des Textes und der Willkür mancher Chefs untergeht.
Gewerkschaften müssen sich aber auch modernisieren. Lohn- und Gehaltsforderungen allein reichen nicht. Mein Schwerpunkt ist der Umgang mit den Beschäftigten. Dort klafft ein tiefes Loch zwischen dem Anspruch an modernes, teamorientiertes und rechtsstaatliches Führen und der Realität des Unterschiedes zwischen "Rechthaben" und "Rechtkriegen". Seit 25. November 2002 bin ich stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Sachsen, Mitglied im geschäftsführenden Landevorstand und in der Gesellschafterversammlung des Polizeisozialwerkes. Für meine Tätigkeit als stellvertretender Landesvorsitzender erhalte ich eine monatliche Aufwandsentschädigung von 163,00 Euro - man soll ja transparent sein als Funktionär. *zwinker*
"Wenn ein Mann nicht bereit ist, für seine Überzeugung Risiken einzugehen, dann taugen entweder seine Überzeugungen oder er selbst nichts."
Ezra Pand, am. Schriftsteller 1885-1972